PER-EVA900

PER-EVA900

EVA900 ist eine Erprobungs-Grundkarte für NET/900H-Module. Es enthält Spannungsversorgung, 24V-E/A, Relais, Schnittstellentreiber und vieles mehr. Viele unserer Kunden nutzen EVA900 als universellen Steuerungscomputer für kleine Anwendungen.






  • Netzstromversorgung (115/230V~) mit vier Ausgangsspannungen einschließlich 24V für kleine externe Lasten
  • Acht optoentkoppelte digitale Eingänge für 24V-Signale, davon vier auf TI4..TI7
  • Vier optoentkoppelte 24V-Ausgänge 0,2A, P-schaltend (High-Side-Treiber)
  • Zwei Relais, Wechsler (230V/8A)
  • Zwei RS232-Treiber für UARTs SER0 und SER1 mit DB9 und Steckschraubklemmen
  • Hochgeschwindigkeits-RS485-Schnittstelle (BITBUS), optoentkoppelt an der IUSC
  • Präzisions-Spannungsreferenz für die vier Analogeingänge
  • Drei TTL-Frequenzzählereingänge, gemultiplext mit dem 24V-Eingang TI4.
  • Eingang auf TI0 für RC5-Fernbedienung
  • Drei Ausgänge für SPI-Peripherie wie z.B. die ELZET80-7SEG4-Anzeigen
  • 2x 4-Bit Schrittmotorports ungetrieben auf 10poligem Pfostenstecker (universell E/A- verwendbar)
  • LED-Anzeigen für Stromversorgung und alle 24V-Eingänge
  • Preise
  • Detailinfo
  • Installation
"EVA900 Erprobungs-Grundkarte für NET/900H"

264.85 € *

EVA900

Basiskarte

22.50 € *

GEH-EVA900

Kunststoffschale für Tragschienenmontage

61.36 € *

SFT-MCATEVA

mCAT Laufzeit-EPROM mit E/A-Task zum Zugriff auf alle E/A vom BITBUS-Master aus.

Software

Siehe auch bei den entsprechenden Aufsteckmodulen wie z.B. NET/900H

* alle Preise (innerhalb Deutschlands zzgl. MwSt.) ab Werk

EVA900 ist 250x108mm groß und kann für industriellen Einsatz in ein Tragschienengehäuse eingebaut werden. Fast alle Anschlüsse sind als Mini-Steckschraubklemmen ausgeführt.

Das Netzteil liefert vier Ausgangsspannungen:

  • 5V als Systemspannung für NET/900 und die Treiber auf EVA900
  • Isolierte 5V für die RS485 Schnittstelle
  • 14V ungeregelt als Hilfsspannung für z.B. externe Messumformer.
  • 24V für die Relais mit ca. 200mA, um extern z.B. PNP-Initiatoren oder ein kleines Schütz anschließen zu können.

Die Eingangsspannung ist 230V Netz; Lötbrücken ermöglichen die Umstellung auf 115V. Der Netzeingang und die 24V sekundär sind abgesichert.

Die acht optoentkoppelten Eingänge sind aufgeteilt in zwei Vierergruppen, die voneinander isoliert sind. Vier sind digitale Standardeingänge auf P24 bis P27 bei NET/900 und vier sind mit den Timer- und Interrupteingängen TI4 bis TI7 verbunden. Die Verbindung zu TI4 kann mit den TTL-Frequenzzählereingängen auf dem Pfostenstecker "TMUX" gemultiplext werden. Diese TTL-Frequenzeingänge werden häufig genutzt, um Messumformer mit Frequenzausgang anzuschließen.

Vier der acht Ausgänge eines integrierten 24V-Source-Treibers (P-schaltend) sind als universelle digitale Ausgänge 24V/0,2A auf Steckschraubklemmen herausgeführt, zwei treiben die internen Relais. Die Ausgänge sind optoentkoppelt und können direkt 24VSch ütze und Luftventile treiben. Die Ausgänge sind mit den Timerausgängen des NET/900 verbunden, so daß auch PWM-Betrieb möglich ist.

Die zwei Relais haben optoisolierte 24V-Treiber, um induktive Rückkopplung auf den Prozessor zu verhindern. Zum Betrieb der Relais muss eine externe Spannung von 24V angelegt werden, z.B. aus dem EVA900-Netzteil. Die Wechsler-Ausgänge können 8A bei 230V Wechselspannung schalten. Die 8mm-Luft- und Kriechstrecken ergeben eine sichere elektrische Trennung von Lastund Steuerstromkreisen.

Ein TRIAC-Ausgang dient dem Test von Dimmerschaltungen mit NET/900. Der ohne LC-Netzwerk arbeitende 16A-TRIAC kann auf EVA900 mit ca. 3A belastet werden (kein Kühlkörper). Er wird von P32 über einen Optokoppler mit TRIAC-Ausgang angesteuert. Ein Nulldurchgangs-NMI ist verfügbar (Jumper).

Die UARTs des TLCS900 werden über RS232-Treiber auf DB9-Stecker und parallelliegende Steckschraubklemmen herausgeführt. Zu den Daten werden noch je zwei Handshakesignale über Portbits simuliert, DTR wird fest aktiv geschaltet, sobald EVA900 eingeschaltet ist. Der IUSC Hochleistungs-Schnittstellencontroller auf NET/900 wird optoentkoppelt (10MBit/s-Koppler) auf RS485-Treiber geführt. Er ist standardmäßig als Halbduplex-Treiber (BITBUS) mit separatem RTS-Treiber für Repeaterumschaltungen eingestellt. Über Steckbrücken lässt sich aber auch Vollduplexbetrieb mit Treiberzuschaltung über RTS einstellen.

Die analogen Eingänge A0 bis A3 sind auf vier separaten 5poligen Steckschraubklemmblöcken zugänglich. Neben dem 0..5V Eingang sind auf dem Stecker Masse und drei Hilfsspannungen für externe Messumformer vorhanden: 5V Prozessorspannung, 5V Analogreferenz und 14V ungeregelt, über Drossel gesiebt. Die Analogreferenz ist für potentiometrische Geber herausgeführt. Da die Gesamtlast 20mA nicht überschreiten darf, sollten die angeschlossenen Geber mindestens 2kOhm Widerstand haben. Da ein externer Messumformer üblicherweise mehr als 5V Betriebsspannung benötigt, um ein 0..5V-Signal abzugeben, sind auch die 14V ungeregelt herausgeführt. 4..20mA Signale können über einen Bürdewiderstand von 250Ohm angeschlossen werden. Zweidrahtmessumformer wie z.B. AD693 können aber auch aus 14V nicht 250Ohm treiben. Will man aus Isolationsgründen nicht die 24V verwenden, dann ist ein 100Ohm Bürdewiderstand zu verwenden, der mit 0,4..2V am AD-Eingang immer noch eine Auflösung von 327 Schritten ergibt.

Der RC5-Eingang ist ein digitaler Eingang auf Timer 0, an den sofort SFH506-IR-Empfänger angeschlossen werden können. Alternativ sind auch drahtgebundene Übertragungen z.B. von RC5ENCODER möglich. In ähnlicher Weise arbeitet der DCF77- Funkuhr-Eingang auf P36. Über diesen Eingang kann das serielle Signal eines DCF77-Dekoders abgetastet werden. DCF77 kann in ca. 1500km Umkreis um Frankfurt/Main herum empfangen werden. Um die Anzahl der Leitungen zu minimieren, die nötig sind, eine 7-Segment-Anzeige zu treiben, sind Schaltkreise erhältlich, die ein serielles Signal so umsetzen, dass z.B. 34 LED-Segmente getrieben werden können, genug für ein vierstelliges Display. ELZET80 liefert ein fertiges, anreihbares Display nach diesem Verfahren (siehe 7SEG4). Auf Prozessorseite werden nur drei Ausgänge benötigt: Takt, Daten und Enable. Mit jedem Takt wird das an "Daten" anliegende Bit in die Anzeige getaktet, wobei jedes Bit einer LED entspricht. Die Enable-Leitung wählt zwischen verschiedenen Anzeigen aus, wobei Takt und Daten durchgeschleift werden können. EVA900 erzeugt diese Bits über ein eigenes Latch, das als externe E/A am NET/900 Datenbus hängt und über einen CS0-Dekoder selektiert wird. Das Latch erzeugt drei Enables, Takt und Daten (zusätzlich noch die Multiplexersignale für die Frequenzeingänge und RTS für SER0). Zusammen mit drei unbenutzten Bits der IUSC (die als weitere Enables genutzt werden könnten) und 5V sind die Signale auf einem 10poligen Pfosten "LED" verfügbar, der flachkabelkompatibel zu 7SEG4 ist. Statt 7SEG4 können auch andere, ähnlich arbeitende Ausgänge (SPI, Serial Peripheral Interface) an diesen Port angeschlossen werden.

Die PG 00..03 und 10..13 Pattern-Generator-Ausgänge für Schrittmotorsteuerung sind, wieder mit 5V Betriebsspannung, auf einem 10poligen Pfostenstecker zusammengefasst. Wegen der sehr unterschiedlichen Anforderungen kann kein universeller Schrittmotortreiber integriert werden, mit einem Flachkabel muss daher auf eine externe Leistungstreiberbaugruppe verdrahtet werden. Alternativ können diese 8 Prozessorpins auch als universelle E/A eingesetzt werden.

Software

Auf der Begleitdiskette zu EVA900 ist ein Assemblerprogramm für NET/900 im Source zu finden, das beispielhaft alle E/A auf EVA900 initialisiert und abfragt. Dies kann als Basis für eigene Programmierung ohne Monitor oder mCAT verwendet werden. Der N9MON hat Funktionen zur E/A-Abfrage auf EVA900. Mit PBS900 steht ein BASIC zur Verfügung, das die E/A von EVA900 unterstützt. Für den Anwender, der einen Monitor mit Trace- Funktionalität benötigt, steht AMON9 zur Verfügung (siehe Software zu NET900H).

BITBUS

Ohne Programmierung auf EVA900 kann man bei Einsatz der Task mCAT-EVA unter mCAT1.7 vom BITBUS aus auf alle E/A zugreifen, nicht nur auf die über RAC sowieso zugänglichen digitalen, sondern auch auf Zähler, A/D-Kanäle und serielle Schnittstellen.

Installationsanleitung PER-EVA900